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    Varia Orbi: portable Espressomaschine mit Gear-Pump und Brew by Weight

    Varia Orbi: portable Espressomaschine mit Gear-Pump und Brew by Weight

    Varia hat schon wieder etwas ausgebrütet, und wir durften am Stand der World of Coffee in Brüssel direkt die ersten Espressi damit beziehen. Die Orbi ist keine dicke Siebträgermaschine, sondern eine kleine, portable Espressomaschine mit Ständer. Sie erinnert an die OutIns und Co. dieser Welt, spielt aber eine Klasse höher: Zahnradpumpe, zwei integrierte Waagen, Druck- und Flow-Profiling, 58er Siebträger. Klingt nach viel Maschine auf wenig Raum.

    Wichtig vorweg: das ist noch kein Test. Wir haben die Orbi bisher nur am Varia-Stand in der Hand gehabt und ein paar erste Bezüge gemacht. Durch unser Testprotokoll ist sie noch nicht gelaufen. Dieser Beitrag ist eine Ankündigung und ein erster Eindruck, kein Testbericht.

    Was ist die Varia Orbi?

    Varia kommt aus Hongkong, hat neuseeländische Wurzeln und ist bisher vor allem für Mühlen bekannt. Die Orbi ist jetzt das erste elektrische Brühsystem der Marke: ein aufrechter Zylinder, der laut Varia Espresso, Filter, Kapsel und Tee kann. Vorgestellt wurde sie auf der World of Coffee in Brüssel.

    Von der Bauform her ist die Orbi eine portable Maschine, deutlich stabiler und funktionsreicher als die üblichen kleinen Espresso-Handgeräte. Varia selbst positioniert sie als kompakte, vollwertige Espressomaschine, die auch für Coffee-Labs, Trainings, Büro und Zuhause taugt.

    Technik: Zahnradpumpe, zwei Waagen, 58er Siebträger

    Das Herzstück ist eine Art Mini-Zahnradpumpe. Ihr habt richtig gehört, eine Gear-Pump. Sie erlaubt echtes Druck- und Flow-Profiling und damit auch Preinfusion. Varia hat die Pumpe zusammen mit einem Pumpenhersteller entwickelt, Sensoren überwachen Flow und Druck. Das ist der eigentliche Unterschied zu den vielen simplen Portables, die einfach nur Druck aufbauen.

    Gebrüht wird über einen 58-mm-Siebträger, kompatibel mit Standard-Duschsieben und -Sieben. Geheizt wird über einen Thermoblock mit PID-Steuerung aus einem kleinen Tank. Bei den Materialien haben sie viel Wert auf Edelstahl gelegt: kein Plastik im Kontakt mit dem Wasserkreislauf, sagt Varia.

    Spannend sind die zwei integrierten Waagen. Eine oben misst, wie viel Wasser durchläuft, die zweite unten (in der Variante mit Stand und Waagebecher) misst, was in der Tasse landet. Damit könnt ihr ein Brühverhältnis explizit anpeilen: die Maschine gibt so lange Wasser, bis eure eingegebene Zielmenge erreicht ist. Brew by Weight also, direkt in der Maschine. Gesteuert wird das über eine kleine Base oben am Gerät, dazu kommt eine App-Anbindung per Bluetooth.

    Akku, Strom und Bezüge

    Geladen wird per USB-C, und hier wird es interessant. Ihr könnt die Orbi mobil über den Akku betreiben oder dauerhaft angeschlossen lassen. Genau das gefällt uns: dauerhaft per USB-C beheizt, wird die Orbi zur vollwertigen kleinen Espressomaschine, die immer bereit ist.

    Im Akkubetrieb sind es nach etwa 1,5 Stunden Fast Charge rund drei bis vier Bezüge. Das Aufheizen von Zimmertemperatur auf heiss dauert dabei ungefähr 3,5 bis 5 Minuten. Wer mit heissem Wasser startet, kommt schneller zum Ziel und schafft mehr Bezüge.

    Unser Tipp

    Bei dieser Art von Geräten arbeiten wir immer mit heissem Wasser statt kaltem. Das spart die lange Aufheizzeit und schont den Akku. Geht natürlich auch kalt, dann müsst ihr die drei bis fünf Minuten Aufheizen einplanen.

    Preis und Verfügbarkeit

    Es gibt zwei Versionen: die grosse Pro mit Stand, Waagebecher und dem kompletten Zubehör, und eine kleinere, günstigere Variante. Offiziell hat Varia die Preise noch nicht bestätigt. Auf Nachfrage am Stand wurde uns die Pro mit rund 600 Euro genannt, die kleine Variante liegt bei etwa 300 bis 400 Euro. Bitte als Richtwert verstehen, nicht als finalen Preis.

    Zum Verkaufsstart sagt Varia "später im Sommer", einzelne Händler rechnen eher mit Herbst oder Winter. Sobald es belastbare Zahlen und Termine gibt, ergänzen wir sie hier.

    Fazit

    Nach den ersten Bezügen am Stand: das sieht spannend aus. Eine kleine Maschine, die kann, was sonst die grossen können. Zahnradpumpe, Druck- und Flow-Profiling, Brew by Weight über zwei Waagen und die Option auf dauerhafte Stromversorgung. Genau solche Geräte finden wir reizvoll, wenn eine kleine Maschine plötzlich das Gleiche leistet wie eine fette.

    Aber, und das ist uns wichtig: erste Bezüge sind kein Test. Ob die Temperatur wirklich stabil bleibt, wie die Pumpe im Alltag arbeitet und wie sauber das Profiling am Ende läuft, das zeigt sich erst im Kaffeemacher-Testprotokoll. Sobald wir eine Orbi durch unser Protokoll schicken konnten, liefern wir den echten Test nach. Bis dahin gilt: neugierig, ja, aber noch nicht bewertet.

    Transparenz: Wir haben die Orbi bisher nicht gekauft, sondern am Varia-Stand ausprobiert und dort die ersten Espressi bezogen. Ein unabhängiger Test mit selbst beschafftem Gerät folgt, sobald verfügbar.

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