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Cold Brew Rezepte – Gemixt und ungemixt

Wir haben für euch Cold Brew Rezepte gesammelt. 12 Kaffeeprofis (wird derzeit gelayoutet und in Kürze hochgeladen) aus dem deutschsprachigen Raum haben ihre Lieblingsrezepte zusammen getragen. Es gibt Cold Brew Rezepte und Cold Brew Mix-Getränke mit total bunten Zutaten und vielen Tipps und Tricks. Für jeden ist etwas dabei. Viel Spass beim Stöbern und probieren. Postet eure Fragen und eigenen Rezepte einfach im Kommentarfeld. Wir werde sie weiterleiten und ergänzen. Ein klassisches Basis-Rezept für Cold Brew vorgemacht im Video von Benjamin Hohlmann. Je nach Rezept könnt ihr das anpassen oder ganz frei ersetzen oder ergänzen. https://youtu.be/6yYkSZtp_n8 Pink Unicorn Cold Brew von Erna Tosberg „Mein Tipp: Hibiskus Tonic Water von Weißwang. Passt wunderbar zum Black Unicorn Coldbrew – ist dann quasi ein Pink Unicorn.   Für den Cold Brew setze ich gern 70g auf einen Liter an und lasse 24 Stunden ziehen. Getrunken wird pur mit Tonic oder Gin Toni.“ Welches Verhältnis verwendest du Erna? „Hm, ich schmecke das immer ab. Nach Balance… Ich würde aber schätzen 1/3 Cold Brew, 2/3 Tonic.   Erna Tosberg ist zweifache deutsche Baristameisterin und  arbeitet war an der World Barista Championship 10. und 12. Sie arbeitet für die roestbar in Münster und ist heute selbst WBC-Judge. New Orleans von Tito Huber Gerne teile ich das Grundrezept für einen äusserst runden, süsslich erfrischenden Eiskaffee, den „New Orleans“ Cold Brew: Erstmal, warum Konzentrat? Je nach Lust und Laune kann ich den Cold Brew vielseitig verfeinern: mit etwas Wasser verlängern genau zur gewünschten Stärke oder man gönnt sich das Zusammenspiel mit Milch, ohne dass der Kaffeegeschmack untergeht. Welcher Kaffee eignet sich dafür? Bohnen mit einem schokoladig nussigen Profil, Aromen von dunklen Beeren, mittlere Röstung. Und nun das wohl älteste Pairing der Kaffeegeschichte: Zichoriewurzel. Die Holländer und Franzosen mischten schon vor hunderten Jahren während Kaffee-Engpässen Zichorie bei. Ein Zaubergewürz wie gemacht für einen balancierten Cold Brew Tiefgang, welcher sogar Tante Rosie beim Besuch aus den Socken hauen wird. Und so geht‘s: 100-120g Kaffee, Mahlgrad wie Fleur de Sel ~ 10g geröstete Zichoriewurzel dazumischen 500g gefiltertes Wasser Alles in ein Glas, bedeckt im Kühlschrank über Nacht ziehen lassen. Brühzeit je nach Intensität verlängern. Filtration am nächsten Tag zuerst mit einfachem Sieb und dann durch Papierfilter. Serviert auf viel Eiswürfel mit gleicher Menge Wasser oder Milch, empfohlen Reis – oder Mandelmilch! Wer die Arbeit lieber dem Profi überlässt, findet hier den New Orleans zum probieren: www.coldbrew.ch   Tito Huber leitet das Café Henrici in Zürich. In den letzten Jahren hat sich der umtribige Kaffeeunternehmer intensiv mit dem Thema Cold Brew beschäftigt und mit Barrel Cold Brew ein erfolgreiches StartUp neben dem Café lanciert. Cold Brew Tee-Kombi von Sandra Stucki Brüht mit der Aeropress 19 g gewaschener Bourbon von der Finca Maputo in Ecuador für Filterkaffee geröstet (oder einen anderen Kaffee mit Steinfrucht-Aromen). Insgesamt 250ml Wasser (1/2 heiss, 1/2 eiskalt). Der Kaffee wird hier etwas stärker dosiert um ein Konzentrat zu erstellen, damit die Spirituosen nicht zu sehr verdünnen. Danach: 2cl Brombeerlikör (vomFass) oder auch ein ( Waldbeerlikör ) 14cl vom kalten Kaffee 2cl Zhengshan Xiaozhong (Tarry Lapsang Rauchtee aus China) Ihr dürft den Rauchtee auch weglassen, oder mit einem Rosmarin-Zweig ersetzen. Der Drink ist sehr erfrischend leicht. Einen Kaffee mit zu fruchtiger Kaffee (Säuren) würde ich nicht empfehlen, aber ein Natural oder Semi Washed geht gut. PS: Man kann auch einen Brombeergeist nehmen und aus dem Tarry Lapsang einen Sirup machen!   Sandra Stucki arbeitet ist Schweizer Rekordmeisterin in der Disziplin Coffee in Good Spirits. Über Jahre dominierte sie die Meisterschaft. Heute arbeitet sie für die Firma Länggass-Tee und wird mehr und mehr zur Tee-Spezialistin. Zwei Cold Brew Rezept von Dani Hofstetter Zwei seiner Favoriten Cold Brews Cocktails hat uns Dani Hofstetter gesendet. Von einem gibt es dazu ein Brührezept und vom anderen ein Tipps zum selber tüfteln. Hopper Cold Brew 200g Natural Specialty Café auf 1L Wasser ansetzen. Über Nacht im Toddy brühen, dann mit 5-10g Mosaic- oder Galaxy-Hopfen für weitere 12h infusen. Der Hopfen verleiht dem eher schweren Natural Cold Brew eine balancierende, fast spritzige Fruchtigkeit mit einer schönen Bitterkeit – hier besteht etwas die Krux… Hopfen ist sehr potent und den richtigen Mix und die richtige Hopfenart zu finden, so das letztlich, logisch, alles perfekt zum Kaffee passt, das gilt es zu schaffen. Serviert auf Eis, mit etwas Orangenzeste  oder einem eiskalten Spritzer Mineralwasser. Cold Brew Martini Nummer 2 hatte ich in einer Speak Easy Bar in Hamburg. Das war ein (Espresso) Cold Brew Martini, wo man statt Espresso eben einen Kolumbianer Cold Brew nahm, den Vodka im Cold Driper 24h durch Randen drippen liess, und dann damit nach klassischem Rezept den Martini gemixt hat. War saugeil, keine Ahnung wie das Rezept genau war, aber sowas von lecker… Dani Hofsttetter ist Head of Global Product Management & Innovation bei der Hemro Gruppe. Er war 2017 Schweizer Brewers Cup Meister. Michal Ottes Cold Brew und Kaffeeempfehlungen Cold Brew birgt das Potential von ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Für mich ist Cold Brew ein echtes Sommergetränk, weshalb ich fruchtig-lebendige Varianten und Kaffees mag. Mit einem klassischeren Kaffee ist das Ergebnis dann eher schokoladig-karamellig. Im Moment brühe ich mit folgendem Rezept und einem gewaschene Rwanda (Terroir Muyongwe von Blaser Cafe ) oder dem Blend La Fruta von der Kafischmitte, aktuell bestehend aus Kaffee aus Ecuador von Tio Emilio, Typica, Honey Process, einem Costa Rica von Aquiares, gewaschen und einem kolumbianischen Kaffee von der Villa Betulia, einem gewaschenen Geisha. …sehr fruchtig und natürlich hell geröstete Kombination 🙂  Ich serviere den Cold Brew auf Eiswürfeln mit einem Zitronenschnitz.  Rezept: 55g Kaffee auf 1 Liter Kaltes Wasser in ca. 10-12 Stunden brühen. Michal Otte war 2016 Schweizer Cup Tasters Champion. Er arbeitet für Blaser Café in Bern und die Kafischmitte in Langnau. Er hat jahrelange Erfahrung als Barista und Röster und hat an zahlreichen Meisterschaften teilgenommen. 2016 gewann er auch die Basler Cup Tasting Meisterschaft. Cold Brew with Swiss Brewers Cup Champ Emi Fukahori 500g coffee – coarse ground 5 L water (cold, filtered 80ppm) we put them both in a tank, leave it for 20 hours in a fridge. Then we filter once with a strainer and then with V60 paper filter. We really want to remove any coffee grounds in a glass. We serve it then with ice cubes. Having chocolatey (we take Brazilian pulp natural), fruity (normally natural), floral (washed) flavours available, customers can choose one out of three.   Emi Fukahori is current Swiss Brewers Cup Champion. She is running the specialty coffee shop Mame in Zürich. Emi was Swiss Barista Champion 2015. Emi Fukahori, Photo Jan Bolomey Bärenmarke mit Benjamin Schütz Anfangs Sommer war mein Favorit ganz klar Cold Brew Tonic bis mir ein Kollege aus DE die original Bärenmarke mitbrachte und von da an geniesse ich meinen Cold Brew pur oder mit Bärenmarke. Die Kondensmilch hebt die Karamellnote des Irazú an und rundet das ganze ab zu etwas feinem speziellen zum geniessen. Die sonstigen Aromen von Pomelo, Grapefruit und Milchschokolade kommen pur oder on the Rocks am besten zur geltung. 100 gr. Kaffee Irazú  Gefiltertes Wasser 16 Std. Zeit. 3-Fach filtriert. 500, 100 & 50µm   Whiskyglas mit Eiswürfel füllen Coldbrew eingiessen Ein Schuss Original Bärenmarke Kondensmilch Ein Orangenschnitz karamellisieren als Deko servieren    Benjamin Schütz arbeitet für die Cafemanufaktur in Solothurn. Der Kaffee-Allrounder schaffte es bei seiner ersten Teilnahme in das Finale des Schweizer Brewers Cup 2018 und nahm ausserdem erfolgreich an der ersten Schweizer Röstmeisterschaft teil. Cold Brew Mojito mit Constantin Hoppenz Kommen wir zu meinem Lieblingsdrink mit Coldbrew zur Zeit und einem neuen einzigartigen Projekt aus Berlin. Happy Baristas ist das weltweit wohl einzige Café mit einem extensiven Angebot an Rum-basierten Kaffeecocktails. Die Jungs haben in Zusammenarbeit mit dem Coffee in Good Spirits Weltmeister Martin Hudak die Drinks erarbeitet und präsentieren Sie in den Abendstunden in Ihrem Kaffee im  Berliner Szenebezirk Friedrichshain. Mein Favorit ist der Mojito mit Kenyanischen Coldbrew. Zutaten: Vanilla syrup Grapefruit Saft White Rum Botucal Minzblätter Elderflower Tonic Kii Coldbrew  Constantin Hoppenz war 2017 Deutscher Brewers Cup Champion. An der Weltmeisterschaft in Budapest belegte er im gleichen Jahr den sensationellen 5. Platz. Heute arbeitet Constantin als Coffee Consultant, u.a. für die Precision Roasting sowie für algrano. Cold Brew Negroni von Mathias Bühler Kurz und knapp: so brüht Mäthu Bühler seinen Cold Brew Negroni: 4cl kolumbianischen Cold Brew 2cl Gin 2cl Campari 2 cl roter Wermut Mit viel Eis lange rühren, Orangenzeste dazu, Prost! Mathias Bühler ist Teil des Leitungsteams des Berner Kult-Cafés Adrianos mit Rösterei, Colonial und Laden. Mäthu ist zweifacher Schweizer Cup Tasting Meister und war sechstbester Sensoriker an der WM 2014. Tinu Egger und Schweizer Kaffee Eine eher spezielle Kaffeemischung, welche als Cold Brew mit wunderbaren Schogginoten punktet. Mit der Mischung aus dem Frutiger Tropenhaus bestehend aus 10% Arabica Frutiger Terroir, 81% Arabica Terroir Indien/Brasilen und 9% Canephora Terroir Indien. Hand made auf meiner Comandante und dem Hario water dripper. 80g Kaffee auf 1 liter Wasser. Zubereitet innert 8h. Tinu Egger arbeitet für Kialoa und ist mehrfacher erfolgreicher Teilnehmer an allen Kaffeemeisterschaften.  Kevin Mohler packt Cold Brew Rezepte aus Cold Brew Virgin Mojito 6g Kenya Kiunyu AA auf 100ml Wasser (10h Extraktionszeit) Zutaten: 250ml Cold Brew 1 Limette 2 Esslöffel Rohrzucker 1 Zweig Minze Zubereitung: Die Limette in Schnitze schneiden und in ein Glas geben. Den Zucker und ein paar Minze Blätter dazu geben und mit einem Stössel den Saft der Limette auspressen. Nun das Glas bis oben mit Eiswürfel füllen. Cold Brew eingiessen, mit einem Strohhalm umrühren. Mit Minze und leichter Beerengarnitur dekorieren.Der Kaffee bringt schöne Grapefruit, Cassis und Bergamotten Aromas mit sich. Durch die Zugabe der Limette wird die Bergamotte unterstützt und verleiht dem Getränk eine gute Komplexität resp. Tiefe. Der Rohrzucker unterstreicht die Eigensüsse des Kaffees und harmoniert bestens mit der Säure der Limette und dem Cold Brew. Die Minze verleiht dem Ganzen eine Frische und rundet das Getränk ab. Tipp: Funktioniert auch mit anderen afrikanischen Kaffees😊. Kevin Mohler war 2017 Schweizer Cup Tasting Meister. Er erreichte ausserdem sowohl 2017 als auch 2018 das Finale der Schweizer Baristameisterschaft. Kevin Mohler arbeitet für die Kaffee-Abteilung von Mövenpick. Die Mövenpick Limonade Ein kleines Augenzwinkern an das kulinarische Herkunftsland von Mövenpick. Der Kaffee über Eis gebrüht resultiert in einem fruchtigeren Kaffee. Eine erfrischende Kaffeelimonade mit angenehmer Säure und Kräutrigkeit. Zutaten: 300 ml Filterkaffee (kalt) 50 ml Johannisbeersaft 20 ml Zitronensaft 30 ml Ricola Sirup Filterkaffee wie gewohnt zubereiten. Einen Teil des Wassers durch Eis ersetzten und Kaffee direkt auf das Eis brühen. Bsp.: Für 300 ml Kaffee mit 200 ml Wasser auf 100 g Eis brühen. Menge des Kaffeepulvers bleibt dabei unverändert. (6g der Himmlische /100ml Wasser) Ricola Sirup:  15 Ricola Cranberry Bonbons mit 150 g Zucker in 150 ml warmem Wasser auflösen und einmal aufkochen bis sich alles gut aufgelöst hat. Abkühlen lassen und gekühlt aufbewahren. Alternativ können auch andere Beeren- oder Blütensirupe verwendet werden. (z.B. Holunderblüte, Himbeere, Waldmeister, usw.) Alle Zutaten in ein mit Eis gefülltes Glas geben und umrühren. Mit Johannisbeeren, Ricola Bonbon und Zitrone garnieren. Tipp: Das Rezept funktioniert auch perfekt mit feinem Kenianischem Spezialitätenkaffee, hier würde ich den Zitronensaft jedoch durch Limettensaft austauschen. Zweimal Cold Brew mit Gap Coldbrew Funky Fresh Supremo Sigri AA 18.8 gr. Kaffee 274gr. Wasser = ca. 240gr. Total 90 g Eis 120 g Coldbrew 15 g Maison Routin Caramel Sirup 60 g past. Milch wird in Rotor zur cremigen Konsistenz auf geschlagen Gin Berry Fresh Brew 100 g Eis 70 g Bombay Sapphire (Dry Gin) 50 g Rohzucker Sirup 40 g frische Heidelbeeren 40 g frische Erdbeeren 1 mal Minze Gin, Rohzucker Sirup, ein Teil Früchte in einem Mixer mixen und ins Glas geben, Eis hinzufügen, kalt werden lassen. Coldbrew langsam über Löffel eingiessen und mit Pfefferminz und dem Rest des Früchte garnieren. Gap Gijtipong Thangsubutr ist zweifacher Schweizer Latte Art Meister. Er arbeitet arbeitet als Barista für den Home Barista Shop in Luzern.

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Swiss Coffee Festival 2019 – Ankündigung

Das werden kaffeelastige Tage in Zürich. Vom 2. bis 3. März findet in Zürich das Swiss Coffee Festival in der Halle 622 statt. Das grösste Event was die Kaffeeschweiz bisher auf die Beine gestellt, bringt Röster, Maschinenhersteller, Gastronomen und zahlreiche spannende Persönlichkeiten aus der Kaffeewelt zusammen. Im Rahmen des Events findet ausserdem die Schweizer Kaffeemeisterschaft mit den Disziplinen Barista, Latte Art, Coffee in Good Spirits und Brewers Cup statt. Wir haben Michel Aeschbacher gefragt, was da auf uns zukommt. Masterclasses und Vorträge Ein Highlight der Messe werden sicher die Fachvorträge, die das Programm begleiten. Die Schweizer Weltmeisterin im Brewers Cup Emi Fukahori gibt dort ebenso einen Beitrag, wie wir Kaffeemacher in Person von Philipp zum Thema Fermentation. Infos zum Event Infos zu Veranstaltung gibt es auf der Webseite der Swiss SCA, die als Organisator hinter der Meisterschaft steht. https://swisssca.ch/

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Wie schmeckt Kaffee aus …? Ein Geschmackslexikon

… Brasilien? Nicaragua? Costa Rica? Einfache Antworten gibt es hier leider nicht. Als Kaffeetrainer und -Röster verkosten wir ständig Kaffees aus der ganzen Welt und sind immer wieder überrascht von einzelnen Geschmacksnoten.  Oft werden wir gefragt, wie denn Kaffee aus einem bestimmten Land schmeckt? Es gibt keine einfache Antwort, deshalb fangen wir an, unsere Beobachtungen hier zu sammeln. Doch bevor wir uns an die Sammlung einzelner Geschmacksprofile machen, sollten wir uns über einige Dinge klar werden.  Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt, wie eigentlich Kaffee aus Peru schmeckt? Oder aus Java? Oder aus Brasilien? Bestimmt. Wer sich ein bisschen mehr für Kaffee interessiert und zum Beispiel Single Origins trinkt, kann sich Schritt für Schritt ein sensorisches Repertoire der einzelnen Kaffeeregionen aneignen. Ziemlich schnell merkt Ihr dann, dass Kaffees aus gewissen Regionen deutlich milder, fruchtiger oder nussiger sind. Einige Kaffees sind derart auffällig, dass Ihr sie blindlings unter vielen verschiedenen erkennen könnt. Trocken aufbereitete Kaffees aus Äthiopien, gewaschene Kaffees aus Kenia, oder Kaffees der Varietät Gesha sind so charakteristisch, dass sie schwer verwechselt werden können. Nur sind diese drei genannten Kaffees ziemlich extrem, was das Geschmacksprofil anbelangt. Wenig andere Kaffees sind derart eigen, dass wir ihre Herkunft gleich erkennen. Oder könnt Ihr eine präzise Beschreibung von einem gewaschenen Arabica aus Zambia geben? Oder einem trocken aufbereiteten Robusta aus Uganda? Wenn wir also von Geschmacksprofilen sprechen wollen, müssen wir uns ein paar Fragen stellen:   Können wir überhaupt von generellen Geschmacksprofilen sprechen? Sprechen wir von Länder-, Regionalen-, oder lokalen Profilen? Sind diese Profile stabil? Schmecken sie immer gleich? Sind Mikroklima und terroir für Geschmack verantwortlich? Gibt es beim Kaffee generelle Geschmacksprofile? Kurze Antwort Ja. Bei gewissen Qualitäten, die gut sortiert sind. Lange Antwort Jein. “Brasilien schmeckt nussig, Kolumbien mild und beerig, Äthiopien floral.” Was für viele Kaffees gelten mag, gilt nicht für alle. Nicht jeder Kaffee aus Brasilien schmeckt nussig, nicht jeder Äthiopische Kaffee schmeckt floral. Nicht jeder Japaner ist Sumo-Ringer und nicht jede Finnin ist blond.  “Ein nussiger Brasilianer” wäre also so etwas wie der Stereotyp unter den Kaffees. Aber, wie so oft, Stereotypen stehen für einen Teil der Wahrheit. Gehen wir also davon aus, dass wir saubere Kaffees miteinander vergleichen, also solche, die im Ursprung von Defekten wie Phenol, schwarzen Bohnen und starkem Insektenbefall gereinigt wurden. Das Volumen dieser Kaffees ist ziemlich gross und deckt den Bedarf von grossen Röstereien, die einen Kaffee mit Wiedererkennungswert, aber ohne viel Komplexität suchen. Innerhalb dieser Kategorie von Kaffee (ca. 30-50% weltweit, je nach Herkunft) gibt es durchaus stabile Profile, die jährlich sehr ähnlich schmecken.  Über Jahre hinweg haben sich Geschmacksprofile in den Köpfen und auf den Zungen von Kaffeeröstern festgesetzt. So “muss” heute oft ein Kaffee X anch Y schmecken. Stabile Profile können von Exporteuren für die Kaffeeröster gemixt werden, so dass die Erwartungen erfüllt werden. Dieses Mischen von verschiedenen Kaffees aus verschiedenen Regionen und Varietäten führt dazu, dass Unterschiede eingeebnet werden können und wir einen einzigen grossen Blend vor uns haben. Dies ist vergleichbar mit einer Cuvée beim Wein, in der verschiedene Varietäten zusammen ein grosses Ganzes ergeben. Diese Kaffeprofile sind dann meistens solche, die balanciert, aber etwas eindimensional sind. Sie überzeugen meistens nur durch ein charakteristisches Merkmal, wenn überhaupt. Sonst sind sie solide, dankbar, und schmecken nach Kaffee, die eine Mehrheit mag. Take Home Message 1/4 Ein “nussiger Brasilianer” ist der Stereotyp unter den Kaffees Sprechen wir hier von “Länderprofilen”, “regionalen Profilen” oder gar “lokalen Profilen”? Kurze Antwort “Länderprofile” existieren, weil wir es so wollen. “Lokale Profile” sind viel mehr der Wunsch nach etwas Eigenem (terroir), also mehr Marketing, während “regionale Profile” gut reproduzierbar sind. Lange Antwort Wenn wir als Röster eine fixe Vorstellung von einem “Brasilianischen Profil” haben, dann können unsere Erwartungen an den Geschmack durch gezielte Mischungen (Blends) von Rohkaffees aus dem selben Ursprung erfüllt werden.  In Zeiten von gezielter, geschmacksbringender Fermentation, neuen Varietäten und neuen Märkten, verändern sich aber auch etablierte Geschmacksprofile. Emi Fukahori wurde im November 2018 Weltmeisterin im Brewers Cup mit einem Kaffee aus – Brasilien. Schmeckte dieser Kaffee “nussig”? Nein. Nach allem anderen, aber nicht “klassisch.” “Regionale Profile” existieren durchaus – Honduranische Kaffees aus der Region Marcala z.B. haben eine ganz eigene, prägnante Säure, während die Kaffees in der Region Copán i.a.R. mehr Körper und Textur haben. “Lokale Profile” sind dann viel mehr von den Anbaubedingunngen und der spezifischen Verarbeitung abhängig. Die Varietät, die Höhe und die vorherrschende Temperatur spielen hier die wichtigsten Rollen. Take Home Message 2/4 “Länderprofile” existieren, weil wir es so wollen. Es ist Zeit, sich neuen Profilen zu öffnen (s. Emi’s Kaffee) Sind diese Profile stabil? Schmecken sie immer gleich? Kurze Antwort Wenn der Kunde das möchte, dann schafft das der Exporteur – meistens. Lange Antwort Kaffee ist ein Naturprodukt. Als solches unterliegt es Schwankungen, die klimatisch, immer mehr aber auch demografisch geprägt sind. Beispiel Klimatisch:  eine regenreiche Zeit vor der Ernte erhöht das Risiko für Phenol, einen Defekt, während eine extreme Trockenheit vor der Ernte den Ertrag schmälern wird. Beispiel Demografisch: Ein Engpass an PflückerInnen kann dazu führen, dass Kaffee länger am Baum hängt, reifer als sonst wird und viel fruchtiger als in früheren Jahren schmeckt. Ein Einzelfall? Nein. Indien, Kolumbien, Zentralamerika – die Phänomene sind weithin bekannt. Zuletzt hängt auch vieles davon ab, wie die Entwicklung des Kaffeeanbaus und v.a. der Kaffee-Verarbeitung vor Ort voranschreitet. Neue, effiziente Sortieranlagen trennen zuverlässig reife von unreifen Kirschen. Entpulpungsmaschinen entpulpen Kaffee so sauber, dass sie kaum mehr von der zuckerhaltigen Schleimschicht (Mucilage) etwas übrig lassen. Der Wandel ist da – Profile ändern sich stetig und graduell. Take Home Message 3/4 Stabile Profile werden von Menschenhand geschaffen. Das eigentliche Profil ändert sich graduell. Ist es das Mikroklima, oder das ‘terroir’, welches Kaffee so einzigartig macht? Kurze Antwort Nur weil Avocado-Bäume auf einer Kaffeeplantage stehen, schmeckt der Kaffee jetzt nicht nach Avocado. Gleiches gilt auch bei Mandarinen. Lange Antwort Bei den Kaffeemachern verteidigen wir das microbe-climate und weniger das micro-climate. Den terroir-Begriff finden wir schwierig und halten ihn eher für Marketing – wenn sich selbst Weinkenner uneins über dessen Richtigkeit sind, warum sollten wir ein solch streitbares Konzept auf ein Produkt anwenden, das ganz anders funktioniert als Wein? Was ist terroir? Der französische Begriff meint etwas verkürzt die naturgegebenen Faktoren, die einen Einfluss auf das Wachstum der Pflanze und schliesslich auf deren Geschmack haben soll. Das kann die Zusammensetzung von Mineralien im Boden sein, das kann ein bestimmtes Klima in der Region, oder aber auch die Hanglage sein – und das ist eben das Problem; oft meint man ein bisschen von allem. Es ist das Gegenteil von präzise. Was dabei oft in Vergessenheit gerät, sind die kulturellen Praktiken, die ebenfalls Bestandteil von einem Geschmacksprofil sein können.  Faktoren, welche ein Geschmacksprofil eben auch beeinflussen können: die Zeit nach dem Pflücken der Kirsche bis zur Entpulpung Die Art der Entpulpung Wird fermentiert? Wenn ja, wie genau? Wenn ja, wie ist die Zusammensetzung der Mikroben? Am Ende des Tages sind es Menschen, die durch gelernte Praktiken ein Rohprodukt bearbeiten. Was sie machen, beeinflusst den Geschmack mehr, als das Vorhandensein von Avocadobäumen auf der Plantage, etwas mehr Stickstoff im Boden oder der Einfalsswinkel der Sonne – auch wenn das alles ganz toll klingen mag.  Take Home Message 4/4 Das Festhalten am Terroir verhindert die Akzeptanz von neuen Profilen. Und jetzt? In unregelmässigen Abständen fangen wir an, unsere Sicht auf die Geschmacksprofile aus aller Welt zu sammeln. Newsletter abonnieren und immer informiert sein.

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Schweizer Kaffeemeister 2018 gekrönt – die Rankings

Die Meister sind gefunden! Emi Fukahori heisst die neue Schweizer Brewers Cup Meisterin. Mathieu Theis heisst der Barista Meister 2018. Gijtipong Gap Thansubutr ist und bleibt der König der Latte Artisten. Drei leidenschaftliche Coffee Professionals haben damit ihre Leistungen der letzten Wochen goldgekrönt. Wir gratulieren von Herzen! Es waren spannende Meisterschaften, die wir vom 7. bis 9. März im Zürcher Kaufleuten erleben durften. Viele neue Gesichter, aussergewöhnliche Kaffees, interessante Präsentation und einige Premieren. Das ganze fand statt im Rahme des Coffee Fridays im Zürcher Kaufleuten. Und das sind die Rankings der besten sechs pro Kategorie. Wir haben natürlich auch die Ewige Barista Tabelle und die Ewige Tabelle Brewers Cup aktualisiert.   1. Mathieu Theiss – Mame, mit Kaffee geröstet von Coffee Collective 2. Felix Hohlmann – Spring Roasters 3. Melanie Milos – Henauer Kaffee 4. Flavio Lissandrello – Birchbach 5. Kevin Mohler – Delica, mit Kaffee geröstet von inthenameof 6. Dominik Stracar – Vertical Coffee Roasters   1. Gap Thangsubutr, Gappuccino 2. “Suki” Hiu Yueng Ma, Salon Zürich, Team Coffee Lab 3. Madia Sabirova, Cafe Grande, Team Henauer Kaffee 4. Philippe Gobat, Dali Latte Gob_art 5. Tania Fisler, Cafe Grande, Team Coffee Lab 6. Sai Rong, Yumi SA   1. Emi Fukahori – Mame, mit Kaffee geröstet von Coffee Collective 2. Benjamin Hohlmann – Kaffeemacher, Kaffee geröstet von Spring Roasters 3. Antonio Cardoso – Adcubum AG, Kaffee geröstet von Henauer Kaffee 4. Michal Otte – Kafischmitte 5. André Huber – Kialoa, Kaffee geröstet von Ditta Artigianale 6. Benjamin Schütz – Cafemanufaktur Solothurn  

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Schweizer Filterkaffeemeister gekrönt

Der neue Schweizer Brewers Cup Champion heisst Daniel Hofstetter. In einem packenden Wettkampf setzte sich der 39jährige aus Bachenbülach mit einem kolumbianischen Kaffee gegen ein hochkarätiges Teilnehmerfeld durch. Die diesjährige Auflage des Brewers Cups wurde am 13. + 14. Mai in Lausanne ausgetragen. Pressemitteilung der SCA, Lausanne, 14. Mai 2017 10 TeilnehmerInnnen rangen in diesem Jahr um den Titel des Schweizer Meisters im Filterkaffee brühen. Darunter die ehemalige Baristameisterin Emi Fukahori und der Kaffeeallrounder und zweifache Cup Tasting- und Barista-Meister Mathias Bühler. Der Brewers Cup besteht aus zwei Runden. Zum einen brüht jeder Barista im sogenannten Open Service einen eigenen, in Partnerschaft mit einer Rösterei gerösteten Kaffee, den er in zehn Minuten für drei Sensorik-Juroren brüht. Er erarbeitet ein Brühverhältnis, verwendet ein besonderes Wasser, eine ausgewählte Brühmethode wie die Aeropress oder einen «V60» Filter. Im Rahmen einer Präsentation erklärt er sein Vorgehen und beschreibt Aroma, Geschmack, Säure, Körper und Nachgeschmack des Kaffees. All’ diese Faktoren werden einzeln bewertet und fliessen in eine Gesamtbewertung ein. Im Compulsory Service brüht der Barista einen «fremden» Kaffee, also einen Kaffee der ihm 30 Minuten vor dem Wettkampf zur Verfügung gestellt wird. Dieser ist für alle TeilnehmerInnen gleich und wird von der Jury, die aus internationalen Kaffeesomeliers (Q-Grader, Sensoriker) besteht, blind verkostet und bewertet. Die summierte Punktzahl entscheidet über den Sieg und Finaleinzug. Am besten hat diese Disziplinen am Wochenende Daniel Hofstetter gemeistert. Der Lebensmittelingenieur aus Bachenbülach zeigte zwei fehlerfreie Präsentationen und konnte die Jury mit einem besonders aufbereiteten Kaffee aus Kolumbien von der Finca La Palma y el Tucan begeistern. Den zweiten Platz belegte Panagiotis Megalesis von der Solothurner Stadtrösterei vor Emi Fukahori vom Zürcher Café Mame. Das aus lediglich 35 kg bestehende Kaffee-Lot wurde einer «anerobic lactic fermentation» unterzogen, welche die organischen Säuren Kaffee erhöht und zu einem angenehmen Mundgefühl führt. Daniel Hofstetter brühte den Kaffee mit einem dem klassischen Melita-Filter nachempfunden Handfiltervorrichtung namens «V60». Statt drei Löchern hat diese ein grosse Öffnung und unterstützt durch Drainagerinnen eine gleichmässige Extraktion des Kaffees. Daniel Hofstetter arbeitet für die Hemro-Gruppe als Sales Manager und Head of Education. Diese steht hinter den bekannten Kaffeemühlen-Marken ditting, Mahlkönig und Anfim. Von seiner Kenntnis und Erfahrung im Bereich der Mühlentechnologie und der Partikelverteilung hat Daniel Hofstetter sicher auch in diesem Wettkampf profitiert, ebenso wie von der Zusammenarbeit mit Henauer Kaffee. In Persona von Philipp Henauer begleiten die Rösterei aus Höri seit Jahren erfolgreich Baristi an Meisterschaften. Beide werden sich jedoch nicht lange ausruhen können und wollen, denn schon mitte Juni findet in Budapest der World Brewers Cup statt. Als Sieger der eidgenössischen Meisterschaft wird Daniel Hofstetter die Schweiz in Budapest vertreten. Fakts: Austragungsort: Bad Hunter, vegetarisches Restaurant in Lausanne Organisation: Swiss Chapter der SCA (Specialty Coffee Association) swisssca.ch Die Weltmeisterschaft findet vom 12. bis 15. Juni in Budapest, Ungarn statt. Foto-Link frei zu Verwendung unter Namensnennung Kaffeemacher. Medienkontakt für den Brewers Cup: Benjamin.hohlmann@kaffeemacher.ch

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Swiss Brewers Cup 2017 – Startzeiten und Ablauf

Es ist soweit. Am Samstag, den 13. Mai 2017 startet in Lausanne der diesjährige Brewers Cup. Wir suchen den besten Filterkaffeebrüher 2017 und unseren Representanten an der Weltmeisterschaft in wenigen Wochen in Budapest. Die Veranstaltung findet statt im Bad Hunter, (Rue des Côtes-de-Montbenon 12, 1003 Lausanne). Der Compulsory Service beginnt am Samstagmorgen. Ab 11.50 Uhr fnden die Präsentationen im Open Service statt, mit jeweils 10 minütige Präsentationen der TeilnehmerInnen.. 11:50 Christoph Moor 12:20 Berfin Cerrahoglu 12:50 Andy Posser 13:20 Megalessis Panagiotis 13:50 Michele Giannini 14:20 Daniel Hofstetter 14:50 Emi Fukahori 15:20 Daniel Fischer 15:50 Nicola Schäppi 16:20 Michael Lagnaz 16:50 Mathias Bühler Um 18.00 Uhr werden die Finalisten bekannt gegeben. Am Sonntag, 14. Mai findet das Finale der besten sechs von 10.00 bis 14.00 Uhr statt, mit der Verkündung des neuen Schweizer Brewers Cup Meisters. Anschliessend werden wir natürlich auch die Ewige Tabelle der Schweizer Brewers Cup TeilnehmerInnen aktualisieren. Kommentar zu den TeilnehmerInnen Achtung, zwischenzeitlich gab es im Vergleich zum Video-Kommentar eine Abmeldung von Nathalie Manach. Daniel Fischer wird wohl mit Kaffee von der Kafischmitte antreten. Nicola Schäppi mit Kaffee von Vertical Coffee.

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Barista-Transferoffensive – Der Coffee Professional-Markt floriert!

In diesem Sommer gab es bei Schweizer Baristi und Coffee Professionals mehr Wechsel und “Top-Transfers” als jemals zuvor. Als ob sich die Kollegen am internationalen Fussball-Transferfenster orientiert hätten. Wir haben uns umgehört und berichten hier von Zu- und Abgängen sowie von drei anstehenden bzw. kürzlich durchgeführten Neugründungen, die ebenfalls für Verschiebungen gesorgt haben.   Gleich zwei substantielle Abgänge hat die neue Milchbar in Zürich zu verkraften. Von Zugängen ist uns nichts bekannt. Umso mehr kann sich das Auer & Co im Impact Hub freuen. Mit Darius kommt ein leidenschaftlicher Barista und Meisterschaftsteilnehmer in das Bear Brothers Spin-off. Auch Kialoa, Kaffeemaschinen- und Zubehör Reseller und Betreiber des Barista Ateliers in Rohrschach, freut sich über kompetente Verstärkung. André Huber hat bei der Milchbar sein breites Kaffeewissen um Barista-Praxis ergänzt. Kaum ein anderer kennt sich darüber hinaus auf dem Zürcher Markt so gut aus wie er. Sechs Jahre hat er mit dem Coffee Guide Zürich über die örtliche Café-Landschaft gebloggt. Für andere Kaffeemaschinen-Hersteller wird es auf dem Zürcher Markt nicht leichter.   Er ist für viele Gäste aus dem frühling kaum wegzudenken. Jeder kennt den symphatischen Barista Fabio Salerno, der seit der Gründung vom frühling fast täglich hinter der Bar stand. Nun geht Fabio Salerno neue Wege. Nach einer längeren Reise plant er ein spannendes Kultur-, Gastro- und Café-Konzept. Wir werden noch berichten. Durch Fabios Weggang wird die Rolle des Geschäftsführers und Wirtes im frühling frei. Die grosse Lücke kann kaum jemand besser besetzen als Felix Hohlmann. Felix, der jahrelang als Barista und Teamleiter im unternehmen mitte gearbeitet hat und im vergangenen Jahr in der Qualitätssicherung bei Henauer Kaffee weiter dazu gelernt hat, ist einer der erfahrensten Barista im Lande. Der zweimale Barista-Vizemeister und amtierende Aeropress-Meister träumte schon eine Weile davon, in voller Verantwortung in der Leitung eines Cafés zu stehen. Für das frühling ist es ein Glücksfall, dass Felix übernimmt.   Während sich das frühling über die Verstärkung durch Felix Hohlmann freut, trennt sich Henauer Kaffee nur ungern. Und doch birgt Felix Abgang auch neue Chancen. Mit Katinka Tappe und Fabio Kaiser kommen zwei echte Persönlichkeiten zu der Familenrösterei in Höri. Katinka Tappe hat als Barista an vielen Orten Erfahrungen gesammelt, zuletzt bei einem halbjährigen Intermezzo mit der Coffee to go Company. Fabio Kaiser hat sich erst kürzlich ins Halbfinale der Schweizer Cup Tasters Meisterschaft gecuppt und mal wieder bewiesen, was er kaffeetechnisch drauf hat. Zuletzt stand er täglich als Barista und Co-Geschäftsführer im Bovelli hinter der Bar. Bei Henauer Kaffee übernimmt er als Röster den Probenzieher.   Adrianos ist ja schon kult! Und das Team um Adrian Iten und Sascha Müller rockt seit Jahren nicht nur die Kaffee- sondern auch die Kulturgastro-Szene. Und nun kommt auch noch Mathias Bühler. Wir Kaffeemacher ziehen jetzt nach Bern um! Weil wir mit dieser Crew einfach zusammen arbeiten wollen. Nicht im ernst (das mit dem Umzug), aber wir hätten schon gut Lust. Mathias ist eine Kaffee-Allzweckwaffe. Ob mit dem Cupping-Löffel, der Milchdüse oder unter der Kaffeemaschine – Mathias kann alles. Der gelernte Koch hat zuletzt bei Dalla Corte im Aussendienst und als Trainer gearbeitet. Seit diesem Sommer ist er nun Teil der Adrianos Crew und verantwortet u.a. die neue Colonial Bar.   Mathias Abgang hat bei Rogalla Dalla Corte eine grosse Lücke hinterlassen. Doch auch hier entstehen Chancen für junge, talentierte Kaffeeleute. Melanie Miloš wechselt von Zürich nach Sempach und übernimmt fortan als Trainerin in Ingo Rogallas Team. Melanie war Überraschungssiebte an der letztjährigen Baristameisterschaft und wird garantiert eine grosse Bereicherung für das vielleicht schönste Schulungslokal der Schweiz. Wir drücken die Daumen. Leider haben wir keine Infos über Zugänge im Bovelli. Wir berichten, wenn wir etwas hören.   Daniel Hofstetter verlässt Franke Coffee Systems. Der Filterkaffee liebende Global Product Manager des Herstellers vollautomatischer Kaffeemaschinen sucht neue Herausforderungen. Ziel unbekannt! Das ist so eine Personalie, da wünschen wir uns einen Berater-Vertrag. Nicht weil wir glauben, dass Dani nicht selbst gut weiss wie es weiter geht, sondern weil bei solchen Top-Transfers zumindest im Fussball die Berater im kräftig abkassieren. 🙂 Daniel Hofstetter kann in Sachen Kaffee alles oder zumindest kann er es lernen, wenn er will. Der Triathlet hat sich innert kürzester Zeit ganz tief in die Schweizer Barista-Szene hinein gearbeitet, im Board der Swiss SCAE das Marketing übernommen und gleichzeitig den Spagat geschafft, in eine Top-Position bei einem Kaffee-Grosskonzern zu arbeiten. Wir sind gespannt wie es bei Dani weiter geht. Fabio Catalano hat den Kaffee mit den Bonbons getauscht. Nicht der erste der diesen Weg geht. Aber der Reihe nach. Im August 2015 wechselte Fabio Catalano aus dem R&D von Delica in Birsfelden zu Keurig Trading in Lausanne. Der amerikanische Kapsel-Gigang Keurig war gerade neu auf dem Markt und suchte Verstärkung für den neuen Schweizer Sitz. Fabio übernahm als Coffee Generalist und brachte als Lebensmitteltechnologe und Podiumsplatzierter der Basler Cup Tasting Meisterschaft nicht nur Marktkenntnis mit. Doch schon nach 8 Monaten ging die Reise für Fabio weiter. Er arbeitete den Sommer über in Philippe Gaconds Home Barista Shop in Aarau. Aber nun kommen wir zu den Bonbons. Fabio Catalano folgt seinem Spiritus rector Raymond Place zur Forschung bei Ricola. Raymond hatte einst bei Delica mit Fabio gearbeitet und dann von Birsfelden nach Laufen gewechselt. Mit Fabio kommt nun sein alter Zögling erneut in sein Team. Wir freuen uns auf Ricola mit Kaffee-Geschmack.   Gijtipong Thangsubutr, der in der Regel auf den Spitznamen Gap hört, vermeldet den zweiten Wechsel innerhalb eines Jahres. 2015 führte ihn sein Weg von Blaser Café in Bern nach Unterhaching in Deutschland. Dort heuerte er als Barista und Allrounder bei Supremo Kaffee an. Gap, der für seine ausgezeichnete Latte Art Technik bekannt ist und an der Schweizer Meisterschaft nur von seinen Nerven geschlagen wurde, hat sich nun jedoch für einen anderen Weg entschieden. Mit der Unterstützung seiner Familie steht die Gründung eines eigenen Cafés an. Ort und Name sind noch nicht bekannt. Ein neues Café in Zürich und was für eines: COFFE von und mit Shem Leupin. Wobei wichtig zu sagen ist: Shem Leupin ist weiterhin bei Stoll Kaffee tätig. Das neue COFFEE ist eine selbständige, nebenberufliche Gründung zusammen mit Thomas Leuenberger. Hier erproben die beiden alles rund um wirklich gute Kaffees, ohne Kompromisse an Qualität. Ein Café um im Alltag zu erproben und zu beweisen, wofür insbesondere Shem schon seit Jahren steht. Top-Kaffee! Weiterhin rockt Shem bei Stoll den Röster! Emi Fukahori – Benzin & Koffein -> MAME Mame ist kurz vor dem Start. Es handelt sich um eine Café-Gründung des aktuellen Schweizer Baristameisters Mathieu Theiss zusammen mit der Meisterin 2015. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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Barista – Ewige Tabelle und 5-Jahres-Wertung

Weil wir Kaffee lieben, Meisterschaften und Statistiken ebenfalls, haben wir uns durch die Chroniken der SCAE Barista Meisterschaften gewühlt und alle Resultate und Rankings eingelesen. Entstanden ist nicht nur eine Liste aller Meister und Top-Platzierten sondern eine “Ewige Tabelle”. Viel Spass damit! Diese wird regelmässige geupdatet. Neustes Update: 10. März 2018 ***Update, 10. März 2018*** Schweizer Barista Meister 2018 ist Mathieu Theis vor Felix Hohlmann und Melanie Milos. Die neuen Daten haben wir in die Ewige Tabelle eingepflegt. Der beste Schweizer Barista aller Zeiten ist Giovannie Meola. Es ist unwahrscheinlich, dass er in der Ewigen Tabelle jemals eingeholt wird. 2018 hat Felix Hohlmann den zweiten Platz hinter Giovanni übernommen. Nach seinem Triumph 2018 folgt Mathieu auf Platz 4. der ewigen Tabelle. Ewige Barista Tabelle In die Ewige Tabelle der Schweizer Baristameisterschaft werden jeweils die Finalisten aufgenommen. Der Erstplazierte erhält sechs Punkte, der zweitplatzierte fünf, usw. Für die Meisterschaften bis 2007 liegen jeweils nur die drei Erstplatzierten vor.   Ew. Tab. 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Giovanni Meola 40 1 1 3 3 1 2 3 2 Felix Hohlmann 19 7 2 2 3 2 Anna Käppeli 18 1 2 3 4 Mathieu Theiss 17 1 2 1 Ottavia Ciarmoli 16 1 2 2 Beat Wiss 14 3 2 2 10 Michel Aeschbacher 13 5 2 3 5 Shem Leupin 13 3 1 4 Philipp Meier 12 1 1 Tino Sergi 12 1 1 Patrizio Frigeri 10 2 2 Emi Fukahori 10 1 3 Thomas Liebe 10 3 1 Georges Bou-Harb 10 2 2 Mathias Bühler 10 5 5 1 12 Michel Jüngling 9 1 4 Benjamin Hohlmann 8 4 5 4 Janine Landolt 7 4 3 Nina Rimpl 7 6 1 André Kissling 7 4 3 Carolin Brönnimann 7 3 4 André Eiermann 6 1 Kurt Bauer 6 1 Flavio Lissandrello 5 6 4 4 Daniel Fischer 5 6 7 3 8 Walter Rossi 5 2 Martin Haldemann 5 2 Mathieu Hugenin 5 2 Melanie Milos 4 3 Kevin Mohler 4 5 5 Daniel Heiniger 4 3 Gaby Sutter 4 3 Ingo Rogalla 4 3 Simone Hirsbrunner 4 3 Mathias Lübke 3 4 Bruno Trepp 2 5 13 Daniel Sanchez 2 5 Marlies Läderach 2 5 Philippe Meier 2 5 Dominik Stracar 1 6 Sylvia Vonlanthen 1 6 David Füger 1 6 Filence Fiorello 1 6 Michal Otte 1 7 6 9 Giuliano  Bartoli 1 6 Martin Egger 1 6 11 Update, 10. März 2018

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Brewers Cup – Ewige Tabelle

Update, 10. März 2018 Emi Fukahori ist die neue Schweizer Brewers Cup Meisterin. Sie setzte sich am 9. März 2018 im Kaufleuten im Rahmen des Coffee Friday souverän als Siegerin durch. Auf dem zweiten Platz landete Benjamin Hohlmann vor Antonio Cardoso. Auf Platz 4. folgt Michal Otte vor André Huber auf Platz 5. und Benjamin Schütz auf Platz 6. In der Ewigen Tabelle des Schweizer Brewers Cup gibt es damit einen Wechsel an der Spitze. Benjamin Hohlmann übernimmt die Führung von Florian Wicki. Auf Platz 3. folgt nun Emi Fukahori gleichauf mit Raymond Place.   *** In die Ewige Tabelle des Schweizer Brewers Cups werden jeweils die Finalisten aufgenommen. Der Erstplazierte erhält sechs Punkte, der zweitplatzierte fünf, usw. Der Tabelle lassen sich die Platzierungen seit 2013 nachvollziehen. Update, 16. Mai 2017  Daniel Hofstetter heisst der Sieger des Swiss Brewers Cup 2017. In der Ewige Tabelle des Schweizer Brewers Cup rückt er damit auf Rang 5. vor. Panagiotis Megalesis wird Vizemeister und Emi Fukahori belegt den dritten Platz. Einzug in die Ewige Schweizer Brewers Cup Tabelle erhalten ausserdem Berfin Cerrahoglu (4.) und Andrew Prosser (6.). Daniel Fischer, der bereits 2013 den 3. Platz belegt hat, klettert nach seinem 5. Platz in diesem Jahr in der Ewigen Tabelle hoch auf Rang 6. An der Spitze steht weiterhin unangefochten Florian Wicki, der die Position halten konnte, ohne dieses Jahr teilzunehmen. Updates und Brewers Cup News: 2017: Schweizer Filterkaffeemeister gekrönt 2017: Swiss Brewers Cup Teilnehmer 2017 – der Kaffeemacher-Kommentar 2017: Swiss Brewers Cup 2017 – Startzeiten und Ablauf 2016: vor der Meisterschaft 2016, am 19. Mai

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Ein Grosser tritt ab – Michel Aeschbacher

Ein grosser Barista verlässt die Meisterschaftsbühne! Über vier Jahre hat er kein Schweizer Barista-Finale verpasst. Mit Witz, Leidenschaft und Akribie lieferte er immer auf den Punkt! Michel gehört ganz sicher zu den besten seiner Zunft. Grund genug zurück zu schauen und einige besondere Momente noch mal aufzugreifen. 2013 taucht ein junger Koch auf der Bühne der Meisterschaft auf. Damals hatte er rund ein Jahr zuvor als Aussendienstmitarbeiter bei einer grösseren Rösterei begonnen. Aussendienstmitarbeiter? Sicher, das ist Michel Aeschbacher. Und wahrscheinlich einer der besten die für den Kaffee unterwegs sind. Kaum einer ist so erfolgreich wie er. Wie das kommt? Das Geheimrezept dieses jungen Mannes ist eigentlich kein Rezept sondern… Authentizität. Und: Michel ist vielleicht der begeisterungsfähigste Mensch den ich überhaupt kenne!! Wenn er sich einem Thema, einer Sache, einer Idee annimmt – dann voller Feuer und Leidenschaft. Michels Leidenschaft sucht ihres Gleichen. Vier Mal berichtete Michel mir in den vergangenen Jahren von seinen geplanten Meisterschaftspräsentation und jedes Mal mit einer so ungezügelten Freude, Begeisterung und Überzeugung, dass ich gleich das Score-Sheet mit Sechsen ausgefüllt zurück hätte geben wollen. Michel Aeschbacher – ein grosser Barista verlässt die Bühne from benjamin hohlmann on Vimeo. 2013 war Michel 5. bei seiner Premiere. 2014 konnte nur Nina Rimpl hauchdünn vor ihm bestehen. Seine Aeropress-Shisha-Show bleibt für immer im Gedächtnis. Der erzählerische Spannungsbogen dieser Präsentation sucht seines gleichen. 2015 lieferten sich Emi Fukahori und Felix Hohlmann ein Duell an der Spitze und Michel wurde 3. mit einem Teilnehmerfeld der Extraklasse hinter sich. Seine Leistung und seine technische Perfektion rangen den Judges die höchste jemals gegebene Punktzahl bei einer Schweizer Meisterschaft ab. Technisch – der Beste! Von einem Barista-Weltmeister als perfekter Technischer Barista bezeichnet zu werden ist schon geil!!! 141 von 142 Punkten:) Posted by Michel Aeschbacher on Sonntag, 8. Februar 2015 2016 erreicht Michel erneut den 5. Platz. Wieder mit einer grossartigen Leistung. Mit zwei Präsentationen auf den Punkt. Mit zwei Mal “Time” auf 15.00 Minuten. Am 16. Februar 2016 gab Michel Aeschbacher seinen Rücktritt von der Barista-Bühne bekannt. Nach langen Gedanken hier meine ganze persönlichen Worte zu den Baristameisterschaften:Ich möchte mich hier nicht ö… Posted by Michel Aeschbacher on Dienstag, 16. Februar 2016   Michel, wir haben den grösst möglichen Respekt vor Dir, Deinen Leistungen und danken Dir als Kaffeemacher und Baristafans und Freunde für 4 grosse Jahre! Wir freuen uns gleichzeitig auf alles was kommt! Denn erstens, gibt es noch andere Bühnen und zweitens sind wir sehr sehr glücklich mit Dir zusammen zu arbeiten und dich als Kursleiter in unserem Team zu wissen. Die Präsentationen der vergangenen Jahre. Die Präsentation von 2016 binden wir ein, sobald sie online ist. Michel Aeschbacher, SCAE Barista Schweizermeisterschaften 2013 from Swiss SCAE on Vimeo. Michel Aeschbacher: SCAE Barista Schweizermeisterschaften 2014 from Swiss SCAE on Vimeo. Michel Aeschbacher: Barista Schweizermeisterschaft 2015 from Swiss SCAE on Vimeo.

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