Die erste Niche Zero Espressomühle fand ihren Weg in Begleitung eines Kaffee-Enthusiasten in unsere Akademie. John Buckman, der Gründer der Decent Espressomaschine, hatte die Mühle im Gepäck als Gegenüber zu seiner portablen Decent. Mit gerade einmal 4,1 kg ist die Mühle insbesondere im Verhältnis zu professionellen Espressomühlen ein Leichtgewicht und reisetauglich – aber durchaus mit dem Anspruch, selbst auf hohem Level zu mahlen.
Eine erste Niche Zero in Weiss haben wir im März 2020 für einen ersten Test gekauft. Damals kam die via Crowdfunding finanzierte Espressomühle über Indiegogo für 617 CHF beziehungsweise 580 Euro zu uns – ein Crowdfunding-Preis, kein Ladenpreis. Sehr optimistisch waren wir damals, und entsprechend euphorisch fiel unser erstes Testvideo aus.
Im Rahmen unseres grossen Espressomühlenvergleichs fand die Niche Zero, dieses Mal in Schwarz, erneut ihren Weg auf unseren Tisch. Und erneut performte die Mühle sehr gut und setzte sich im direkten Preisvergleich in ihrer Gruppe gegen die ECM S64, die Mazzer Mini Electronic A sowie die Eureka Mignon XL durch.
Zur grossen Schwester der Niche Zero haben wir einen eigenen Testbericht zur Niche DUO. Und weil sich die Kategorie seither gefüllt hat: Im Oktober 2025 haben wir zehn Single-Dosing-Mühlen im Preisbereich von 500 bis 1000 Euro gegeneinander antreten lassen, die Niche Zero war wieder dabei. Nachzulesen im grossen Vergleichstest – die Messwerte von damals sind in diesen Artikel eingeflossen.
Bei positiven Testberichten werden öfters mal Fragen laut, wie zum Beispiel: „Gibt es zwischen dem Autor oder den Kaffeemachern und Niche wirtschaftliche Verflechtungen?" Klare Antwort: Nein. Wir verkaufen die Niche nicht, wir haben sie selbst gekauft, und zwar zu normalen Konditionen. Der Testbericht gibt meinen persönlichen Eindruck wieder.
Niche Zero Mühle – die Einzelportionenmühle in der Übersicht
Die Niche Zero tanzt als Mühle auf gleich mehreren Hochzeiten. Sie mahlt espressofein. Vor allem dafür wurde sie konzipiert. Tatsächlich haben wir aber auch sehr gute Filterkaffees mit Kaffee gebrüht, den wir mit der Niche Zero gemahlen haben.
Die Mühle ist ein Leichtgewicht mit rund 12 cm Breite, 31 cm Höhe und einer Tiefe von 21 cm. Die Steuerung besteht aus einem einzigen Knopfhebel mit zwei Stellungen: Portionenmahlen und „off". Konische Mahlscheiben mit einem Durchmesser von 63 mm aus gehärtetem Stahl bilden das Mahlwerk der Niche Zero. Der Körper der Mühle ist aus Aluminium.
Die Niche Zero ist dafür geschaffen, Einzelportionen zu mahlen. Der Bohnenbehälter selbst fasst knapp 30 Gramm Bohnen. Das Konzept der Einzelportionenmahlung war damals vor allem von professionellen Gastronomiemühlen wie der EK43 bekannt – heute ist Single Dosing eine eigene Kategorie mit dutzenden Modellen. Während im Gastronomie-Kontext durch das individuelle Mahlen oder Vorportionieren der Arbeitsfluss langsam wird, ist das im Alltag zu Hause weniger ein Problem.
Die Vorteile liegen auf der Hand. Es wird nur so viel Kaffee in den Bohnenbehälter gegeben, wie sofort benutzt wird. Kaffee, welcher dem Licht und Sauerstoff ausgesetzt wird, altert schnell und verliert an geschmacklicher Komplexität. Die Kaffeeöle beginnen zu oxidieren – nicht fein! Dieses Problem gibt es bei der Niche Zero nicht.
Es wird abgewogen, Kaffee ins Mahlwerk eingegeben und der Deckel geschlossen. Im Einzelportionen-Modus beginnt die Mahlung mit dem Schliessen des Deckels automatisch. Clevere Sicherheitsvorkehrung!
Eine grosse Frage ist: Wie viel Kaffee kommt heraus, wenn ich beispielsweise 18 Gramm aufgebe?
Die „Null" der Niche Zero – Totraummessung
Totraum ist das, was als Kaffeemenge in der Kaffeemühle kleben bleibt, wenn die gewünschte Portion Kaffee gemahlen wurde. Grundsätzlich hat jede Kaffeemühle Totraum. In Schraubenöffnungen, zwischen den Mahlscheiben und in den Zwischenräumen befinden sich kleinere oder grössere Lücken, die Kaffee aufnehmen. Dieser Rückstand bleibt zurück, wenn die Mahlung stoppt.
Wird gleich darauf ein weiterer Kaffee gemahlen, ist das weniger problematisch. Der „Totraum-Kaffee" wird dann ausgetauscht und die Alterungsprozesse starten nicht. Problematischer ist es aber, wenn längere Zeit oder sogar einen Tag lang kein Kaffee gemahlen wird.
Im gemahlenen Zustand verliert Kaffee innerhalb von Minuten einen Grossteil seiner flüchtigen Aroma-Komponenten. Das liegt daran, dass die Oberfläche des Kaffees durch die Mahlung vielfach vergrössert wurde. Stellt euch einen Apfel vor, den ihr in der Mitte durchschneidet. War zunächst nur die Aussenhaut der Luft und Sonne ausgesetzt, wirken diese nun auf die beiden inneren Hälften. Ähnlich, nur vielfach multipliziert, ist das beim Kaffee.
Der so gealterte Kaffee hat zwei Folgen. Erstens schmeckt er anders, und zwar oft nicht gut, sondern schnell ranzig. Er verklebt dann auch mehr die Mühle. Zweitens extrahiert er anders, was zu einem anderen Extraktionsverhalten beim Bezug des Espresso führen kann.
Wie stark dieser Effekt ist, hängt davon ab, wie viel Kaffee im Totraum der Mühle bleibt und somit erst beim nächsten Bezug mit von der Partie ist. Bei vielen Mühlen sind das einige Gramm. Bei der Graef CM800 haben wir locker 4 bis 5 Gramm gemessen, und noch höhere Spitzenwerte.
Das bedeutet dann, dass ein einfacher Espresso, der mit 8 bis 10 Gramm zubereitet wird, zur Hälfte aus Totraumkaffee – also altem Kaffee – gebrüht wird. Bei einem doppelten Espresso von 16 bis 20 Gramm kommen wir immer noch auf ein Viertel der Kaffeemenge.
Wir haben die Niche Zero demontiert, die Mahlscheiben entnommen und das Mahlgut zusammengekratzt. Man unterscheidet bei der Messung des Totraum-Kaffees zwischen Kaffee, der dauerhaft in einer Mühle kleben bleibt, und solchem, der sich bei jeder Mahlung austauscht. Wirklich problematisch ist nur das Austauschmahlgut. Gesamthaft sind wir mit einer Feinwaage auf maximal 0,82 Gramm Kaffee aus dem Totraum gekommen. Rund 0,35 Gramm davon tauschen sich nicht aus.
Der austauschende Anteil beträgt also nach unserer Messung 0,47 Gramm. Nach der Systematik, mit der wir heute messen, liegt der absolute Totraum damit bei 0,82 Gramm und der temporäre bei 0,47 Gramm. Das ist wirklich, wirklich wenig! Es war damals der niedrigste Wert, den wir gemessen hatten. Wer eine Mühle kennt, die weniger Totraum hat, schreibt mir gerne.
Das „Zero" der Niche lassen wir bei einer 0-Komma-Zahl also gerne stehen.
In unserem zweiten Test der Niche Zero haben wir den Totraum im Vergleich zu herkömmlichen Mühlen noch einmal anders ermittelt. Mühlen, die nicht als Single-Dosing-Mühlen konzipiert werden, führen im Bohnenbehälter ständig Kaffee. Sie mahlen also nicht leer. Das haben wir auch bei der Niche Zero ausprobiert und sind auf 1,1 Gramm gemahlenen Kaffee gekommen, die beim Stoppen der Mühle rund um die Mahlscheiben hängen bleiben. Dem Konzept der Mühle folgend wird das aber ausgemahlen, wenn nur lange genug gemahlen wird. Bei klassischen Espressomühlen ist das nicht möglich, da ständig Bohnen nachdrängen.
Für den Vergleichstest der Single-Dosing-Mühlen haben wir die Niche Zero noch einmal durchgemessen, diesmal nach dem Verfahren, mit dem wir heute zwischen temporärem und permanentem Totraum unterscheiden. Ergebnis: 0,2 Gramm temporärer und 0,7 Gramm permanenter Totraum, zusammen also 0,9 Gramm absolut. Im Alltag zählt der temporäre Anteil, weil nur der bei jeder Mahlung ausgetauscht wird – und mit 0,2 Gramm gehört die Niche Zero dort zu den besten Mühlen im Feld. Die Single-Dosing-Performance liegt ebenfalls bei 0,2 Gramm: Das einfache Zuklappen des Deckels reicht meist schon aus, um die Mühle leerzumahlen.
Mahlen und Ablauf mit der Niche Zero
Beim Arbeiten mit der Niche Zero hat sich für mich schnell ein Arbeitsablauf eingestellt. Wer professionell mit einer EK43 arbeitet, wird den Ablauf mit der Niche lieben. Ich selbst bin kein EK43-Jünger und habe auch an Baristameisterschaften lieber mit einer klassischen Espressomühle wie einer K30 von Mahlkönig gearbeitet. Aber mit der Niche bin ich schnell warm geworden.
Die Niche Zero ist kraftvoll, aber langsam. Die langsame Geschwindigkeit ist sicher ein Grund, weshalb die Mühle verhältnismässig leise ist. Für 18 Gramm mahlt die Mühle gut 16 Sekunden.
Im Vergleichstest 2025 haben wir das noch einmal gemessen und kommen auf 11,9 Gramm in 10 Sekunden und 13,5 Sekunden für 18 Gramm – etwas flotter als im ersten Durchgang, aber langsam bleibt sie. Der Ausgleich dafür steht in der Lautstärkemessung: Mit 72,9 dB ist die Niche Zero flüsterleise und war in diesem Feld die leiseste der zehn Mühlen. Das Mahlgut verlässt sie mit 30,4 °C und damit kühl.
Der Mahlgrad lässt sich stufenlos verstellen. Sehr feine Mahlgradveränderungen können so problemlos vorgenommen werden. Von espressofein bis zu Korngrössen, die sich für Filterkaffee eignen, lässt sich die Mühle verstellen. Die Mahlscheiben der Mühle sind explizit nicht für türkischen Kaffee geeignet – also übertreibt es nicht mit dem Feinstellen.
Die Mahlgradverstellung von Espresso bis Filterkaffee war damals selbst bei professionellen Mühlen kaum zu finden. In der Regel musste eine Mühle für eine Getränkekategorie kalibriert werden.
Das Design der Niche Zero ist so gestaltet, dass man die Mahlverstellung über den Endpunkt der Grob-Markierung hinaus drehen kann. Es ist dann lediglich wichtig, dass man sich merkt, wie viele Umdrehungen man die Mühle geöffnet hat.
In unserem Fall hatten wir sehr gute Espressoergebnisse im Mahlgradbereich von 25 bis 15, was ungefähr der Uhrzeigerposition 6 bis 7 Uhr entspricht. Für Filterkaffee habe ich im Mahlgradspektrum 11 bis 1 Uhr gemahlen, wo keine Mahlgradmarkierungen mehr angebracht sind.
Wie schmeckt der Espresso und wie konstant ist die Niche Zero?
Wir haben sehr gute Espressi mit der Niche gebrüht und vor allem konstant. Auch über viele Bezüge hinweg hatten wir geschmacklich viele gute Bezüge. Auf 10 Espressi hatten wir maximale Kaffeemehlschwankungen von 0,2 Gramm pro Bezug. Das Pulver kommt ohne Klumpen aus der Mühle.
Im Partikelvergleich liegt die Niche Zero, was das Grobpeak angeht, zwischen den Mühlen mit flachen Mahlscheiben (M2D, Eureka Mignon) und den beiden Mühlen mit konischen Mahlscheiben (Graef, Sette). Die Kurve ähnelt der Partikelverteilung des Sage Smart Grinder Pro. Die Extraktionsausbeute war nicht so hoch wie bei der Sage Smart Grinder Pro, dafür aber über viele Bezüge deutlich regelmässiger.
Für den Vergleichstest 2025 liegen dazu auch Zahlen vor: ein Hauptpeak von 270 µm, ein x50 von 343 µm und ein Feinanteil (Qf unter 100 µm) von 19,8 Prozent. Als einzige Mühle mit konischem Mahlwerk in diesem Feld hatte die Niche Zero das breiteste Hauptpeak und gleichzeitig den niedrigsten Feinanteil. Solche Werte sind röstungsabhängig und taugen nicht als absolute Note. Sie erklären aber gut, warum der Espresso aus der Niche so ausfällt, wie er ausfällt: samtig, cremig, mit Körper – und im Umgang fehlerverzeihend.
In der folgenden Tabelle sieht man unsere Espressobezüge mit verschiedenen Mühlen. Die Mühlen wurden jeweils so eingestellt, dass rund 50 Gramm Espresso in 24,5 bis 25,5 Sekunden extrahiert wurden. Jeweils wurde die Konzentration der gelösten Kaffeeteilchen gemessen (TDS in Prozent) und die Extraktion berechnet. Für den Test haben wir unseren brasilianischen Espresso Henrique verwendet.
| Mühle | Pulvermenge | Zeit | Volumen/g | TDS | Extraktion |
|---|---|---|---|---|---|
| Sage Smart Grinder Pro | 18,00 g | 24,5 s | 49,8 g | 7,50 % | 20,75 % |
| Graef CM 800 | 18,00 g | 25,5 s | 49,6 g | 6,52 % | 17,97 % |
| Eureka Mignon Perfetto | 18,00 g | 25,5 s | 49,8 g | 7,10 % | 19,64 % |
| Macap M2D | 18,00 g | 24,5 s | 49,6 g | 7,64 % | 21,05 % |
| Sette 270 WI | 18,00 g | 25,0 s | 49,4 g | 6,95 % | 19,07 % |
| Anfim Practica | 18,00 g | 24,5 s | 49,2 g | 7,88 % | 21,54 % |
| Niche Zero | 18,00 g | 25,0 s | 49,7 g | 7,14 % | 19,71 % |
Bei der Niche Zero haben wir eine Stärke von 7,14 % gemessen. Der Kaffee war sehr balanciert und vor allem süss. Geschmacklich abgefallen sind die Graef CM800 sowie die Sette 270 WI. Interessanterweise haben diese beiden Mühlen auch eine geringere Extraktionsausbeute.
Präzision bei der Vor- und Zurückstellung der Niche Zero
Gerade bei Single-Dosing-Mühlen ist eine wichtige Frage, wie gut sie sich von einer Mahlgradeinstellung zur anderen einstellen und zurückstellen lassen. Bei der Niche Zero sollte das sogar von Filter bis Espresso möglich sein, da die Mühle für beides konzipiert ist.
In unserem Test leistete die Niche Zero hier sehr gute Arbeit, insbesondere auch im Vergleich zu den anderen drei Testmühlen in der Preiskategorie (ECM S64, Mazzer Mini Electronic A, Eureka Mignon XL).
Wir haben die Mühle von Espressomahlgrad auf Ristretto und weiter auf Café crème verstellt und danach zurück auf den Ausgangsmahlgrad gedreht, nur anhand der vorher markierten Position auf der Mahlgradmarkierung. Die Partikelverteilung war im Hauptpeak danach nahezu identisch.
Entfernen der Mahlscheiben und Reinigung
Eine gründliche Reinigung einer Espressomühle sollte lieber öfter als selten vorgenommen werden. Wir verstehen aber, dass das nicht gerne gemacht wird. Es ist meistens kompliziert. Bei der Niche Zero lässt sich die äussere Mahlscheibe ohne Werkzeug entfernen und so ein grösserer Teil des Mahlwerkes bereits reinigen. Der Mahlgrad der Mühle wird in Richtung grob geöffnet, bis die Mahlgradverstellung entfernt werden kann. Anschliessend können die äusseren Mahlscheiben mit zwei Fingern entfernt werden.
Mit einem feinen Pinsel lassen sich nun Kaffeereste ohne Weiteres entfernen, für die turnusmässige Reinigung nutzen wir in den Akademien einen Mühlenreiniger. Wer auch die innere Mahlscheibe entfernen will, braucht dafür lediglich einen Schraubenschlüssel oder eine Ratsche. Wichtig: insbesondere beim Wiederzusammenbauen die zentrale Schraube nicht zu fest ziehen.
Nach der Reinigung kann der Bohnentrichter wieder aufgeschraubt werden. Wir haben ihn bis zum Anschlag gedreht und dann wieder halb geöffnet. Damit war er wieder auf der Ausgangsstellung der Mühle und wir konnten die vorher verwendeten Mahlgradeinstellungen nutzen.
Wo du die Niche Zero kaufen kannst
Die Niche Zero wird nach wie vor gebaut und direkt vom Hersteller verkauft. Auf nichecoffee.co.uk kostet sie ca. 559 GBP inklusive Mehrwertsteuer, laut Hersteller versandbereit innerhalb von sieben Tagen (Stand August 2026). Wir verkaufen die Mühle nicht und haben mit Niche kein Partnerprogramm – der Link geht ohne Provision zum Hersteller.
In unserem Vergleichstest der Single-Dosing-Mühlen haben wir sie im Oktober 2025 mit ca. 600 bis 750 Euro im Import geführt – je nachdem, was Versand und Einfuhr obendrauf schlagen.
Zur Einordnung: Der Preis von 617 CHF beziehungsweise 580 Euro, den wir im März 2020 bezahlt haben, war ein Crowdfunding-Preis über Indiegogo und nicht mit dem heutigen Verkaufspreis vergleichbar.
Verbesserungswünsche für die Niche Zero
- Mahlgradmarkierung um den ganzen Kreis.
- Zähler, wie viele Drehungen man den Mahlgradring geöffnet hat.
- Becheroptionen für verschiedene Siebträgergrössen, nicht nur 58 mm.
- Bei der Verwendung von harten Bohnen springen die letzten zum Teil lange über dem Mahlwerk.
- Bei unserem Modell eierte die zentrale Schraube optisch bei der Auslieferung. Hat sich nicht negativ auf das Mahlgut ausgewirkt, aber genervt.
Ergänzendes Bildmaterial und Messungen zur Niche Zero
Fazit zur Niche Zero
Die Niche Zero war meine Lieblingsmühle. Sie macht einfach so vieles gut und das auf einfache Art und Weise. Die Einzelportionierung ist für mich im Haushalt sehr praktisch. Wenig abgestandener Kaffee und ich kann schnell die Kaffees wechseln. Im Alltag brühe ich so für mich den Espresso, der mir schmeckt, für Koffeinsensible einen entkoffeinierten Kaffee und für meinen Vater Café natur – mit drei verschiedenen Bohnen und Mahlgraden.
Die Mahlgradeinstellung gelingt intuitiv präzise. Nach wenigen Versuchen entwickelt man ein Gespür dafür, wie viel feiner die Niche Zero geht, wenn man zum Beispiel zwei Markierungen feiner mahlt. So macht das Wechseln unterschiedlicher Kaffees Freude und erinnert stark an die EK43.
Die Mühle ist so kompakt, dass ich sie schnell verstauen oder sogar auf die nächste Reise mitnehmen kann. Dass die Mühle trotz der kleinen Statur so viel Leistung bringt wie manch grössere Mühle, gefällt mir gut.
Ich habe wenig an der Niche Zero auszusetzen. Manchem Besucher der Kaffeeakademie hat das Design nicht gefallen. Ich finde es zweckmässig und mich stört nicht, dass es für manche aussieht wie eine Küchenmaschine.
Die Niche Zero passt für mich neben eine Profi-Home-Espressomaschine wie die La Marzocco GS3 genauso wie neben eine Rocket Appartamento oder eine DeLonghi Dedica EC 685.
Testergebnisse: Niche Zero
Die Werte dieser Karte stammen aus zwei eigenen Erhebungen: Lautstärke, Geschwindigkeit, Temperatur und Totraum aus unserem Vergleichstest der Single-Dosing-Mühlen im Oktober 2025, die Konstanz aus dem Ersttest von 2020. Wo die ältere Messung abweicht, steht sie im Fliesstext. Bewertung nach dem KM-Testprotokoll für Espressomühlen. Alle Messwerte selbst erhoben. Die Partikelverteilung fliesst bewusst nicht farblich in die Bewertung ein, weil sie röstungsabhängig ist.
Technische Daten der Niche Zero
| Merkmal | Wert | Erhebung |
|---|---|---|
| Mahlwerk | konische Mahlscheiben, 63 mm, gehärteter Stahl | — |
| Mahlgradverstellung | stufenlos, Espresso bis Filterkaffee | — |
| Masse (B × H × T) | 12 × 31 × 21 cm | — |
| Gewicht | 4,1 kg | — |
| Gehäuse | Aluminium | — |
| Bohnenbehälter | knapp 30 g | — |
| Dosierbecher | passend für 58-mm-Siebträger | — |
| Lautstärke | 72,9 dB | 2025 |
| Geschwindigkeit / 10 s | 11,9 g | 2025 |
| Mahlzeit für 18 g | 13,5 s | 2025 |
| Mahlzeit für 18 g | gut 16 s | 2020 |
| Temperatur Mahlgut | 30,4 °C | 2025 |
| Totraum temporär / permanent | 0,2 g / 0,7 g | 2025 |
| Absoluter Totraum | 0,9 g | 2025 |
| Absoluter Totraum | 0,82 g (davon 0,47 g temporär) | 2020 |
| Single-Dosing-Performance | 0,2 g | 2025 |
| Streuung Ausgabemenge | max. 0,2 g auf 10 Bezüge | 2020 |
| Partikelverteilung x50 | 343 µm | 2025 |
| Hauptpeak-Breite | 270 µm | 2025 |
| Feinanteil Qf (< 100 µm) | 19,8 % | 2025 |
| Preis | ca. 559 GBP direkt beim Hersteller | Aug 2026 |
| Preis im Import | ca. 600–750 € | Okt 2025 |
Messwerte aus unseren eigenen Tests: 2020 der Ersttest, 2022 der XL-Vergleich, Oktober 2025 der Vergleichstest der Single-Dosing-Mühlen zwischen 500 und 1000 Euro. Preis vom Hersteller Stand August 2026, Quelle: nichecoffee.co.uk.
Die Niche Zero im Feld: Beste Espressomühlen für Zuhause – der XL Test · Die beste Single-Dosing-Mühle zwischen 500 und 1000 Euro · Niche DUO im Test
Wie immer haben wir auch diese Mühle selbst gekauft. Dieser Test wurde nicht von Niche angefragt.
























